Woche der Diakonie 2025

„Jede:r braucht Hilfe. Irgendwann“ lautet das diesjährige Motto der Woche der Diakonie in Niedersachsen vom 7. bis 14. September. Damit möchte die Diakonie dazu ermutigen, den Sorgen, Nöten und Fragen der Menschen Raum zu geben - zum einen ganz buchstäblich, indem Menschen in die kirchlich-diakonischen Räume eingeladen werden, zum anderen im übertragenen Sinne, indem Raum für Gespräche eröffnet wird. Jede:r bekommt Hilfe und Unterstützung, unabhängig von Religion, Geschlecht oder Alter.

Foto: Barbara Jankowski

In Hann. Münden hatte die Diakonie in Münden mitten in der Altstadt (Lange Straße) ein offenes Ohr: Bereits im Vorfeld der Woche der Diakonie ging es los, vom 2. bis 4. September täglich, 10 bis 12 Uhr. Ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitende der Diakonie Münden hatten bei stabilem Wetter zum Gespräch auf die „Zuhörbank“ eingeladen, die auch früher schon im Einsatz war. Erkennbar war die Aktion nicht nur durch die buntbemalte Sitzbank, sondern auch durch die Zuhörer:innen, die hellgraue T-Shirts mit dem Schriftzug „Ich höre zu“ trugen. Susanne von Aß, Jutta Pabst, Vera Fricke und Thomas Henning hatten im Wechsel zu sich auf die Bank eingeladen, um mit Menschen über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen. Vera Fricke, die schon des Öfteren durch ihre Mitarbeit die Aktion unterstützt hatte, freute sich über viele, interessante Begegnungen und Gespräche. Jedes Gespräch sei anders und immer wieder überraschend, erzählt sie. Ebenso Susanne von Aß, Jutta Pabst und Thomas Henning, die den Probelauf unterstützten. „Wir kommen mit der mobilen Bank dorthin, wo die Menschen sind, und schenken ihnen Zeit und unser offenes Ohr.“ Das Projekt wurde in der und nach der Woche der Diakonie fortgesetzt, und zwar am 10. und 17. September, sowie am 1. und am 8. Oktober. 

Die Zuhörerbank in Hann. Münden

Die Bank wurde in zwei Arbeitseinsätzen gestaltet von Konfirmandinnen und Konfirmanden der Kirchengemeinde Gimte-Hilwartshausen und der Stadtkirchengemeinde Münden mit Pastorin Ann-Karin Wehling. Mit von der Partie waren Jule Hafer, Martha Georg, Elisabeth Clausen, Ole Müller, Gabriel Schäfer, Samuel Dockenfuß und Mika Pröve. Im Innenhof des Corvinushauses wurde geschliffen, grundiert und bemalt, bis das Sitzmöbel mit Herz und Fantasie farbenfroh fertig war.

Foto: Ann-Karin Wehling

Einige der kreativen Konfirmand:innen mit ihrem Werk (von links): Jule Hafer, Martha Georg, Elisabeth Clausen, Ole Müller und Gabriel Schäfer.

Woche der Diakonie 2023

Vom 3. bis 10. September 2023 wurde in ganz Deutschland die Woche der Diakonie begangen. In diesem Jahr feiert die Diakonie ihr 175-jähriges Bestehen. Eine Rede von Johann Hinrich Wichern 1848 auf dem Ev. Kirchentag in Wittenberg gilt als die Geburtsstunde der Diakonie. Zornig wirft er der versammelten Geistlichkeit vor, dass sie die neue Armut, grade in den Städten, ignoriert. Man muss wahrnehmen, was die Situation der Menschen ist. Es muss etwas getan werden - aus Liebe zu den Menschen.

Daher ist das Motto der Woche der Diakonie 2023 #ausLiebe.